Triebwagenserie 18 - 21 (I.V.B.)

Im Jahre 1954 hat die Stadt Zürch den Innsbrucker Verkehrsbetrieben insgesamt vier Stück zweiachsige Triebwagen zu einem sehr günstigen Preis überlassen. Diese Triebwagen waren 1907 von der Schweizerischen Waggon- und Aufzügefabrik Schlieren (SWS) gemeinsam mit der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) gefertigt und an die „Albisgütlibahn“, eine private Vorstadtstraßenbahn in Zürich, geliefert worden.

In den 20er Jahren wurden sie – samt ihrer Stammlinie – von der Städtischen Straßenbahn Zürich übernommen, die bereits über gleichartige Triebwagen in großer Zahl verfügte. In den 30er Jahren folgte eine Modernisierung (neue Fahrschalter und Motoren, größerer Achsstand), ehe sie in den 50er Jahren durch neue Großraumzüge entbehrlich wurden.

In Innsbruck wurde das hohe Laternendach abgeschnitten, die Lyrabügel ersetzte man durch Scherenstromabnehmer (von den Thunerseewagen), weiters wurden die Bremsschaltung den österreichischen Bestimmungen angepasst und Compactkupplungen angebaut.

In dieser Form waren diese sehr beliebten, robusten Triebwagen mit verschiedenen Beiwagentypen bis 1977 im Einsatz, ihre Stammlinie war die Linie 1.

Folgende Fahrzeuge dieser Type befinden sich bei den Tiroler MuseumsBahnen:

Triebwagen 19

Nummer 19
Gesellschaft I.V.B.
Baujahr 1907
Außerdienststellung -
Hersteller el. Teiler MFO
Hersteller mech. Teile SWS
Leergewicht 12,8t
Länge über Kupplung 8.570mm
Achsformel Bo
Achsstand 2.650mm
Sitz/Stehplätze 18/24
Motortyp Oerlkon EM 32d
Fahrdrahtspannung 600V
Leistung 2x54 kW
an TMB 2002
derzeitiger Zustand betriebsfähig
Erscheinungsbild Letztzustand (1977)
restauriert von/bis 2006

Aufarbeitung Triebwagen 19

Während der TW 21 bereits 1971 zum Schienenschleiftriebwagen umgebaut wurde, dient der TW 19 seit seinem Abzug aus dem Liniendienst als historischer Triebwagen und viele Jahre als Weihnachtsbahn. Im Jahr 1986/87 wurde er von den Tiroler MuseumsBahnen restauriert und stand seither für zahlreiche Sonderfahrten, vor allem aber als Museumszubringer , fallweise mit dem BW 147 verstärkt in Verwendung.

Nachdem der Zahn der Zeit doch etwas an diesem Fahrzeug genagt hat, wurde der Beiwagen, sowohl innen als auch außen, im Frühjahr 2006 und Winter 2007 neben einer gründlichen Revision einer Lackausbesserung bzw. Neulackierung unterzogen und er präsentiert sich steht wieder in neuem Glanz.

Zum 100-Jahr Jubiläum am 23.6.2007 wurde für dieses Fahrzeug etwas Spezielles ausgedacht. Nach einer Probefahrt, d.h. der erstmaligen Befahrung der Strecke der Innsbrucker Mittelgebirgsbahn (L6) am 11.4.2007 durch den Triebwagen erfolgt im Rahmen dieses Jubiläums auch eine Befahrung mit der klassischen „1-er Garnitur“ dem TW19 und dem BW 147.