Triebwagenserie 1 - 3, 4 (A.G.St.B.)

Zur Eröffnung der Stubaitalbahn wurden die Triebwagen 1–3 beschafft und wegen der hohen Betriebs-Auslastung dann noch 1905 ein weiterer Triebwagen. Diese Triebwagen wurden mit Einphasenwechselstrommotoren (Winter-Eichberg-Motoren) für 2.500V, 42,5Hz, später dann 3.200V, 50Hz ausgerüstet. Aufgrund der speziellen Motorkonstruktion gab es vermehrt Probleme hinsichtlich der Störanfälligkeit dieser Motore und es ist auch stets ein erhöhter Wartungsaufwand angefallen. Dieser ging sogar soweit, dass man 1928 sämtliche Motoren tauschen musste. Im Laufe der Betriebszeit hat es dann noch mehrere Umbauten, vom Stromabnehmer bis hin zur Frontbeleuchtung gegeben. Der Triebwagen 3 wurde nach einem Unfall ausgemustert. Der Triebwagen 1 befindet sich seit 1984 im Bestand der Tiroler MuseumsBahnen und steht unter Denkmalschutz. Der Triebwagen 2 wurde aus Platzmangel an einen Interessenten abgegeben und der Triebwagen 4 ist weiterhin in einer Straßenbahnhalle der Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH hinterstellt.

Anlässlich des 100-Jahr Jubiläums der Stubaitalbahn wurde vom ESV-Innsbruck (Sektion Philatelie) auch eine Sonderbriefmarke herausgegeben. Damit ist die Stubaitalbahn nun auch in die Reihen der Bahnen aufgenommen, die es zu philatelistischen Ehren gebracht hat.

Folgende Fahrzeuge dieser Type befinden sich bei den Tiroler MuseumsBahnen:

Triebwagen 1

Nummer 1
Gesellschaft A.G.St.B
Baujahr 1904
Außerdienststellung 1983
Hersteller el. Teiler A.E.G.
Hersteller mech. Teile Grazer Waggonfabrik
Leergewicht 20,5t
Länge über Kupplung 11.400mm
Achsformel Bo'Bo'
Achsstand 2.000mm
Drehzapfenabstand ?
Sitz/Stehplätze 38/28
Motortyp WE 2
Fahrdrahtspannung 3000V
Leistung 4x29,5kW
an TMB 1983
derzeitiger Zustand betriebsfähig
Erscheinungsbild Letztzustand (1983)
restauriert von/bis 2004

Aufarbeitung Triebwagen 1

Der Triebwagen 1 ist nach gründlicher äußerlicher Aufarbeitung (Neulackierung) anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Stubaitalbahn als Schauobjekt in der Museumsremise für Besucher zugänglich. Den vorgenannten Triebwagen wieder mit eigener Kraft, jetzt allerdings unter 750V, DC, zu betreiben, erscheint derzeit aus Kostengründen, denkmalschutzrechtlichen und eisenbahnrechtlichen Gründen nicht realisierbar.