Schneekehre groß (L.B.I.H.i.T.)

Dieses Fahrzeug wurde im Jahr 1909, zur Elektrifizierung der Lokalbahn nach Hall i.T., beschafft. Es handelt sich hier um eine nicht selbstfahrende Schneekehrmaschine, deren Kehreinrichtung aber über einen Elektromotor angetrieben wird. Im Betrieb war diese Kehrmaschine sehr umständlich und personalaufwendig (bis 5 Mann Bedienungspersonal) zu handhaben; sie wurde daher 1969 abgestellt und gelangte 1973 in den Bestand des Innsbrucker Zeughauses. Leider wurden im Rahmen der Abstellung auch einige für die Funktionsfähigkeit des Fahrzeuges wichtigen Teile entfernt, ebenso muss es auch zu einer massiveren mechanischen Beschädigung des Antriebes der Schneebürste gekommen sein.

Folgende Fahrzeuge dieser Type befinden sich bei den Tiroler MuseumsBahnen:

Schneekehre groß

Gesellschaft L.B.I.H.i.T.
Baujahr 1909
Außerdienststellung 1969
Hersteller el. Teiler A.E.G.
Hersteller mech. Teile Grazer Waggonfabrik
Leergewicht 10,6t
Länge über Kupplung 6.000mm
Achsstand 1.400mm
Motortyp AEG U 105
Fahrdrahtspannung 1.200V
Leistung 36,8kW (Bürstenmotor)
an TMB 1998 (Leihgabe Zeughaus)
derzeitiger Zustand rollfähig
Erscheinungsbild Auslieferungszustand (1909)
restauriert von/bis 20007

Aufarbeitung große Schneekehre

Im Jahr 1998 wurde diese Schneekehre vom Landesmuseum Ferdinandeum / Zeughaus Innsbruck den Tiroler MuseumsBahnen als Leihgabe zur weiteren Betreuung übergeben. In einer spektakulären Aktion wurde die Schneekehre nun im Jahr 1998 aus dem Zeughaus zu den Tiroler MuseumsBahnen verbracht und steht jetzt hier den Besuchern als Anschauungsobjekt zu Verfügung, wie man in früheren Jahren mit der Schneeräumung verfuhr.

In einigen Anläufen begannen dann die Aktiven der Tiroler MuseumsBahnen dieses technisch sehr interessante und eher „urwüchsige“ Fahrzeug zumindest optisch herzurichten. Eine Wiederinbetriebnahme erscheint aus den eingangs erwähnten Beschädigungen derzeit eher unwahrscheinlich, und war auch u.a aus sicherheitstechnischen Erwägungen (z.B. offene und freizugängliche Kettenantriebe) nicht vorgesehen.

Seinerzeit bei der Einstellung der Schneekehre Schneekehre im Zeughaus wurde diese um ca. 15cm in der Höhe gekürzt, damit man sie in den Arkaden unterstellen konnte. Bevor man bei den TMB an eine weitere Aufarbeitung der Schneekehre gehen wollte, war die korrekte Fahrzeughöhe durch Einbau von Distanzstücken bei den Stehern des Daches wieder herzustellen. Mittels Gabelstapler, genau abgepassten Holzelementen und viel handwerklichem Geschick wurde dies in im Juni 2006 erledigt.

In letzter Zeit wurde das Fahrzeug um den Stromabnehmer und Hauptschalter ergänzt. Für die weitere Zukunft war dann geplant, dieses Fahrzeug weiter zu komplettieren und in der Farbe seiner szt. Originallackierung zu lackieren. Nach umfassenden Fotostudien und Farbanalysen an den noch an der Schneekehre vorhandenen „historischen“ Farbresten wurde mit der Untergrundbehandlung der zu lackierenden Teile begonnen.

Nach den Lackierarbeiten und der Komplettierung mit den entsprechenden Zurüstteilen war dann im November 2007 unser Ziel, die Wiederherstellung der im ursprünglichen Erscheinungsbild restaurierte Schneekehre, erreicht. Selbstverständlich musste man gleich eine „Ausfahrt“ mit dem historischen TW54 und BW143 au das Museumsgelände machen.

... sie braucht, wie wir glauben, das „Tageslicht“ nicht zu scheuen unsere frisch restaurierte Schneekehre, - oder?